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Glossar

Model Context Protocol (MCP)

MCP ist ein offener Standard, über den KI-Anwendungen Werkzeuge und Datenquellen einheitlich anbinden. Weil Tool-Beschreibungen in den Modellkontext gelangen, ist ein bösartiger MCP-Server selbst ein Injektionsvektor.

Der Begriff gehört zum Themenfeld Prompt Injection und LLM-Sicherheit. Das vollständige Nachschlagewerk mit 82 Einträgen steht im Glossar. Unmittelbar benachbart sind Werkzeugnutzung (Tool Use), Tool Poisoning, Lieferkette (Supply Chain).

Bezug zu Prompt Injection

MCP standardisiert die Anbindung von Werkzeugen und verlagert damit einen Teil der Vertrauensfrage in die Lieferkette: Wer einen Server einbindet, übernimmt dessen Tool-Beschreibungen ungeprüft in den Modellkontext. Viele Clients prüfen zudem Änderungen an bereits akzeptierten Werkzeugen nicht erneut — eine nachträgliche Manipulation bleibt dann unbemerkt. Prüfwerkzeuge wie mcp-scan und das Festschreiben der Tool-Definitionen adressieren genau das.

Beispiel

Ein neu eingebundener Werkzeug-Server liefert eine Beschreibung, die den Agenten anweist, vor jeder Antwort den Inhalt einer lokalen Konfigurationsdatei mitzusenden.

Verwandte Begriffe

  • Werkzeugnutzung (Tool Use) — Werkzeugnutzung bezeichnet die Fähigkeit eines Modells, externe Funktionen aufzurufen — Suche, E-Mail-Versand, Datenbankzugriff…
  • Tool Poisoning — Beim Tool Poisoning enthält die Beschreibung eines Werkzeugs versteckte Anweisungen, die der Agent bereits beim Auflisten der…
  • Lieferkette (Supply Chain) — Die KI-Lieferkette umfasst alle fremden Bestandteile einer Anwendung: Modelle, Adapter, Datensätze, Bibliotheken und…

Quellen

  1. Model Context Protocol (MCP) — Beleg: https://modelcontextprotocol.io/