Least Privilege
Least Privilege bedeutet, jeder Komponente nur die minimal nötigen Rechte zu geben. Für KI-Agenten ist es die wirksamste einzelne Maßnahme, weil sie den Schaden einer erfolgreichen Injektion unmittelbar begrenzt.
Der Begriff gehört zum Themenfeld Prompt Injection und LLM-Sicherheit. Das vollständige Nachschlagewerk mit 82 Einträgen steht im Glossar. Unmittelbar benachbart sind KI-Agent, Sandbox, Tödliche Trias.
Bezug zu Prompt Injection
Least Privilege wirkt unabhängig davon, ob eine Injektion erkannt wurde — es begrenzt nicht die Wahrscheinlichkeit, sondern den Schaden. Für Agenten heißt das konkret: eigene Dienstkonten statt geerbter Nutzerrechte, lesender Zugriff als Standard, schreibender nur auf klar umrissene Ziele und keine dauerhaften Zugangstoken im Kontext. Zusammen mit der tödlichen Trias ergibt sich eine einfache Prüfregel: Welche der drei Zutaten kann ich diesem Agenten wegnehmen?
Beispiel
Ein Support-Agent liest Tickets mit einem Konto, das keinerlei Schreibrechte auf die Kundendatenbank besitzt.
Verwandte Begriffe
- KI-Agent — Ein KI-Agent ist ein System, das ein Sprachmodell mit Werkzeugen und einer Handlungsschleife verbindet, um Aufgaben eigenständig…
- Sandbox — Eine Sandbox ist eine abgeschottete Ausführungsumgebung ohne Zugriff auf produktive Daten und Netzwerke. Sie ist Pflicht, sobald…
- Tödliche Trias — Die tödliche Trias beschreibt die gefährliche Kombination aus Zugriff auf private Daten, Verarbeitung nicht vertrauenswürdiger…
Quellen
- Least Privilege — Beleg: https://genai.owasp.org/llmrisk/llm062025-excessive-agency/